Kann man Kalziumsilikatplatten im Keller einsetzen?

 

Oft werden wir gefragt, ob man Kalziumsilikatplatten nicht auch im Keller bzw. in Kellerwänden einbauen kann und ob die Platten den speziellen Anforderungen dort standhalten würden. Desweiteren gehen wir der Frage auf den Grund, ob die Innendämmung einer Kellerwand überhaupt sinnvoll ist. Lesen sie weiter und überzeugen sie sich selbst.

Gerade jetzt, da Wohnraum knapp und teuer ist, werden Kellerräume häufig für folgende Zwecke genutzt:

✔ Gästezimmer

✔ Büroräume

✔ Zusätzlicher Wohnraum

✔ Mietwohnungen

✔ Spielzimmer für Kinder

✔ Fitnessraum

✔ Saunaraum

✔ Bar oder Partykeller

✔ etc.

Den Keller und die Kellerräume nutzbar machen - das ist mit Kalziumsilikatplatten möglich

Die Kalziumsilikatplatte, die übrigens auch Klimaplatte oder Wohnklimaplatte heißt,  hat sich auch und insbesondere bei der Kellersanierung bestens bewährt. Das Gesamtklima wird verbessert und der Kellerraum lässt sich schneller aufheizen.

Die Silikatplatten dämmen zum einen die Kellerwände, zum anderen nehmen sie Feuchtigkeit auf, puffern diese und geben die Feuchtigkeit dann wieder an die Raumluft ab. Und dies, ohne dass sich die Kalziumilikatplatten dabei verformen oder schimmeln. Und auch kein Schimmel zwischen Wand und Platte, denn darauf kommt es an.

Kalziumsilikatplatten Keller

Was ist zu beachten, wenn man Klimaplatten im Keller verbaut?

Es gibt zwei Punkte, die aus unserer langjährigen Sanierungserfahrung heraus zu beachten sind:

1. Klimaplatten sind keine "Abdichtplatten"! Wenn der Keller also undicht ist (d.h. von außen oder von unten Feuchtigkeit eindringt) muss der Keller zuerst abgedichtet werden, bevor die Klimaplatten angebracht werden. Man kann einen Keller auch von innen abdichten.

2. Wir empfehlen, eine Be-/ und Entlüftungsmöglichkeit zu schaffen, falls diese nicht schon vorhanden ist. Sollte der Kellerraum kein Fenster haben, so empfehlen wir eine "mechanische Lüftungsanlage" einzubauen. Denn die Klimaplatte ersetzt nicht die ordnungsgemäße Be-/ und Entlüftung Ihres Kellerraumes. Lüftungsanlagen können ggf. einfach und günstig integriert werden.


Wie geht man nun vor, wenn man Silikatplatten im Kellerraum einsetzen möchte?

Bevor Sie Silikatplatten im Keller verbauen, prüfen Sie, ob Ihre Kelleraußenwand trocken ist. Meist genügt schon eine Sicht-Begutachtung. Fällt der Putz von der Wand, ist ein weißer Salpeter Flaum zu erkennen oder feuchte Flecken - dann empfiehlt es sich genauer hinzusehen bzw. ein Feuchtemessgerät einzusetzen. Und wenn Wasser nach Regenfällen durch die Kellerwand eindringt... - dann müssen Sie vorher Ihre Wand abdichten. Ggf. ziehen Sie einen Fachmann vor Ort hinzu!

Wie dichtet man einen Kellerraum ab? Oft lässt sich ein Kellerraum von innen genauso gut abdichten wie von außen, zumal ein herankommen von außen auch nicht immer möglich ist (wegen Garagen, Treppen, Nachbarhäuser, usw). 

Neben der drückenden Feuchte (die von außen an die Kellerwand drückt) gibt es auch die sogenannten "kapillar aufsteigende Feuchte". Diese kann durch eine bestimmte Bauchemie gut nachträglich gesperrt werden (siehe auch www.profi-horizontalsperre.de). Also ist das berüchtigte "Kelleraufgraben" nicht notwendig. Abgesehen von Fällen, bei denen nach Regengüssen große Wassermengen regelmäßig durch die Kelleraußenwand nach innen fließen. Diese Kellerabdichtung führt der geübte Handwerker durch, ggf. ziehen Sie den Fachmann vor Ort hinzu ("Nachträgliche Innenabdichtung").

Ansonsten ist der Einbau von Silikatplatten im Keller nicht anders, als in anderen Wohnräumen - es gibt nichts weiter zu beachten (siehe Montageanweisungen). Sie können die Wohnklimaplatten auch der o.g. Abdichtung auf die Wand bringen.


Welche Vorteile bringen Kalziumsilikatplatten in Kellerräumen?

Die Vorteile für die Verwendung von Kalziumsilikatplatten im Keller sind vielfältig. Zum einen dämmen die Platten Ihren Kellerraum und verbessern Ihren U-Wert erheblich, zumal die meisten Kellerräume aus Beton gebaut sind (Beton dämmt sehr schlecht). Das bedeutet, das die Wärmeverluste durch die Kelleraußenwand erheblich verringert werden - Sie sparen somit Heizkosten. Zudem ist der Kellerraum sehr viel schneller aufgeheizt; ein Vorteil insbesondere dann, wenn der Keller nur sporadisch genutzt wird.

Das Wichtigste: Schimmel auf der Wand, sowie Schimmel zwischen Wand und Platte wird dauerhaft vermieden. Somit entsteht auch nicht der typische muffige Kellergeruch. Ein Keller an sich riecht auch nicht. Was muffig riecht, ist zumeist schon der Schimmelpilz.

Fazit: Klimaplatten aus Kalziumsilikat eigenen sich hervorragend für Kellerräume und eine Innendämmung der Kellerwand ist daher sinnvoll und funktioniert auch. Waschkeller, Saunakeller, Fitnessräume, Büro oder Gästezimmer - egal für welche Anwendung. Kalziumsilikatplatten haben sich in Tausenden sanierten Objekten unter härtesten Bedingungen bewährt.

Schimmelige Kellerräume
Kalziumsilikatplatten frisch sanierter Keller